Im April führten wir eine Projektwoche mit Schülern aus unserer Zielgruppe 1a durch. Diese besondere Kerngruppe wurde aus verschiedenen Willkommensklassen speziell für unser Projekt gebildet und hat einen besonderen Förderbedarf. Die Klasse besteht (zufällig) nur aus Jungen, die innerhalb des regulären Schulsystems keine reelle Chance mehr auf einen Schulabschluss haben. Die Kombination aus intensivem Deutschunterricht und der täglichen praktischen Berufsorientierung bei KUBUS soll diese Chance deutlich erhöhen. In der Vergangenheit gab es immer wieder z.T. eskalierende Konflikte zwischen den rumänischen und den bulgarischen Jungen, sodass eine Spaltung der Klasse drohte.

An dieser Stelle hatten wir die Projektwoche inhaltlich angesetzt. Die Schüler arbeiteten anstatt 1 1/2 nun eine Woche lang täglich sechs Stunden in „ihrer“ Werkstatt. Ein normaler Arbeitsalltag konnte so für kurze Zeit simuliert werden. Als Höhepunkt ging die ganze Klasse am Mittwoch einen ganzen Tag lang zusammen mit dem Lehrer und der Sozialpädagogin auf „Klassenabenteuer“ – Reise in den AbenteuerPark nach Potsdam. Zuerst standen drei Stunden Abenteuerspiele auf dem Programm. Je nach Spiel mussten die Jungs in kleinen Gruppen verschiedene Aufgaben lösen. Es war eine besondere Herausforderung für alle, als „Teams“ zusammenarbeiten, also zu kooperieren und nicht aufeinander los zu gehen, wenn Konflikte aufkamen. Danach durften sie sich endlich zwei Stunden lang beim Klettern „austoben“. Die Jungs kletterten wie die Weltmeister mit einer flinken Sicherheit, die uns als Betreuer, die wir bei allem mit von der Partie waren, unglaublich beeindruckte. Am Ende feuerten die Jungs uns als Erwachsene an, die letzten Kräfte für das erfolgreiche Beenden des Parcours zu mobilisieren. Ein schöner Perspektivwechsel! So ging das Team als Ganzes durch dieses gemeinsame Erlebnis gestärkt in den Arbeitsalltag zurück.